Aus den letzten beiden Heimspielen der laufenden Meisterschaft erkämpfte sich Neuenkirch zwei Punkte. In Anbetracht der beiden Gegner war mit dieser Ausbeute zu rechnen. Wenn man aber die beiden Spiele analysiert, kommt man zum Schluss, dass es zwei Siege hätten sein müssen.
In der ersten Partie traf Neuenkirch auf das deutlich schlechter klassierte Nunningen. Der Start in die Begegnung verlief sehr ausgeglichen. Jeder Führungstreffer wurde jeweils postwendend ausgeglichen. Kurz vor der Pause gelang es Neuenkirch dann zum ersten Mal einen etwas grösseren Vorsprung von zwei bis drei Treffern herauszuspielen. Da sich Nunningen in der zweiten Hälfte nicht mehr steigern konnte, gewann das Heimteam am Ende verdient mit 10:8.
Der zweite Gegner hiess Lorraine-Breitenrain. Die Stadtberner sind der souveräne Leader der Liga und noch ungeschlagen. Neuenkirch gelang es aber bereits in der Vorrunde, den amtierenden Schweizermeister zum wanken zu bringen. Mit entsprechendem Selbstvertrauen ging das Team von Coach Franz Vogel in die Partie und erwischte einen Traumstart. Nach nur zehn Minuten führte Neuenkirch mit 7:1. Dann erziehlte Lorraine einen äusserst glücklichen Treffer, welcher bei beiden Teams einen Schalter umzulegen schien. Auf einmal klappte bei Neuenkirch gar nichts mehr, bei Lorraine aber alles. Neuenkirch musste sich bis weit in die zweite Hälfte hinein gedulden, bis ihnen ein weiterer Korberfolg gelang, während die Berner Treffer um Treffer erziehlten und den Rückstand locker in einen Vorsprung umwandelten. Zwar lehnten sich die Luzerner noch einmal gegen die drohende Niederlage auf, mussten sich aber zum Schluss mit dem bitteren 12:14 abfinden.
Mit dieser Niederlage verpasste Neuenkirch die grosse Gelegenheit, sich im Medaillenkampf in eine Topposition zu bringen. Dank dem Sieg gegen Nunningen liegt man aber weiterhin auf Rang vier und hat immer noch gute Chancen auf einen Podestrang.
Am nächsten Samstag spielt Neuenkirch ausswärts gegen Büsserach-Erschwil und Pieterlen. Drei Punkte sind dabei Pflicht, vier wären optimal.
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